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Neues Wegenetz von rund 8800 Metern geplant

30.10.2015

Neues Wegenetz von rund 8800 Metern geplant

 Üchtelhausen (rsf)  Wegebau, Kosten und die Holzeinschlagsperre waren Themen der Teilnehmerversammlung des Waldbereinigungsverfahrens Üchtelhausen. Baudirektor Johannes Krüger, Vorsitzender seitens des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken, zeigte den Planentwurf für Wegebau auf und stand Rede und Antwort den Fragen der Besitzer von Waldgrundstücken.

Zur besseren Erschließung der Waldgrundstücke in dem Verfahrensgebiet von 461 Hektar werden drei Schotterwege (Gesamtlänge 1.330 Meter) und fünf einfach befestigte Wege (Gesamtlänge 1.840 Meter) gebaut. Die Erdwege haben eine Gesamtlänge von 5640 Meter und erfordern oftmals einen geringen Aufwand an Kosten. „Manche Wege sind schon da“, versicherte Krüger. In Teilbereichen müssten manche Wege nur etwas eingeebnet oder/und abgemarkt werden. 21 Durchlässe über Gräben sind zur Erschließung der Grundstücke notwendig.

Der Planentwurf liegt in der Gemeinde aus oder kann bei den Vorstandsmitgliedern der Teilnehmergemeinschaft eingesehen werden. Auf Anfrage aus der Versammlung sagte Krüger zu, diesen Planentwurf eventuell in das Internet auf die Seite „Waldbereinigung Üchtelhausen“ zu stellen.

Fragen der Grundstücksbesitzer betrafen die Kosten des Verfahrens, da allein für den geplanten Wegebau 340.000 Euro zuzüglich der Baunebenkosten anfallen. Laut Krüger werden diese Wegebaukosten mindestens in zwei Tranchen von den Waldbesitzern eingezogen. Bisher angefallen sind nur Vermessungskosten in Höhe von 5300 Euro. Hinzu kamen für die Teilnehmergemeinschaft noch Kosten für den Erwerb von 102 Waldgrundstücken mit einer Gesamtfläche von 7, 23 Hektar. Wer brachte dieses Geld auf, fragte ein Teilnehmer. Der Landesverband für Ländliche Entwicklung Bayern finanziere diese Kosten durch ein Darlehen vor. Wenn nach der Grundstückszuteilung diese Flächen wieder von der Teilnehmergemeinschaft verkauft werden, komme das Geld wieder herein, so Krüger.

Der Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Unterfranken, rechnete auch vor, dass 75 Prozent Zuschuss von seiner Behörde zu den Kosten des Waldbereinigungsverfahrens gewährt werden. Weitere 10 Prozent an Zuschuss kommen hinzu, da die Gemeinde Üchtelhausen im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes gefördert werde.

Nach öffentlicher Auslegung, Behördentermin und Genehmigung des Planentwurfs könnte eventuell noch im nächsten Jahr, ganz sicher aber 2017 mit dem Wegebau begonnen werden.

„Im nächsten Jahr erfolgt ohnehin ein wichtiger Schritt: Die Wertermittlung“, kündigte Krüger an. Diese erfolge voraussichtlich ab 1. Februar. Dann dürfe von diesem Zeitpunkt an kein Holzeinschlag mehr vorgenommen werden, darauf wies er eindringlich hin. Diese Sperre bleibt bis zur Neuverteilung der Waldgrundstücke voraussichtlich 2019 in Kraft. Die Wertermittlung werde von Sachverständigen durchgeführt und deren Vorgehensweise sowie Ergebnisse der Teilnehmergemeinschaft erläutert.

Bei besonderen Vorkommnissen wie Windbruch müssten einvernehmliche Lösungen gesucht werden. Nur stehendes Holz werde  geschätzt, so die Antwort Krügers auf eine weitere Frage. Wenn nach der Wertermittlung aufgrund von Wegebau Bäume gefällt werden müssen, werde eine Firma beauftragt oder die Fällung an Selbstwerber vergeben. „Es geht aber nicht, dass eine dicke Eiche im Zuge der Wertermittlung ihrem Besitzer vergütet wird und dieser gleichzeitig vor der Neuzuteilung der Grundstücke ohne Bezahlung deren Holz zuhause im Kachelofen verschürt“, scherzte Krüger. 

 

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