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Gut versorgt im Schweinfurter Land?

21.04.2017

Gut versorgt im Schweinfurter Land?

Das Regionalmanagement arbeitet an einer Nahversorgungsstrategie für den Landkreis

 

 

Landkreis Schweinfurt. Wo ist der nächste Bäcker? Gibt es einen Metzger im Ort? Wie weit ist der nächste Supermarkt entfernt? All diese Fragen sind für die Bürger des ländlichen Raums auf der einen Seite Alltag, auf der anderen Seite wichtige Fragen für die Zukunft.

 

Seit Ende 2016 arbeitet das Regionalmanagement Schweinfurter Land gemeinsam mit der Steuerungsgruppe und weiteren kommunalen Akteuren an einer Nahversorgungsstrategie für den Landkreis Schweinfurt. Dabei wird es vom Büro Dr. Donato Acocella aus Nürnberg unterstützt. Ziel des Projekts ist es, auf Grundlage einer fundierten Analyse der Ausgangssituation und der Entwicklung verschiedener Szenarien heutige und künftige Potenzialräume im Landkreis Schweinfurt zu identifizieren und insbesondere hierfür Maßnahmen- und Projektansätze zur Sicherung einer funktionierenden Nahversorgung zu erarbeiten.

 

Die Bedeutung von Nahversorgung nimmt vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung, verbunden mit einem perspektivisch sinkenden Rentenniveau, steigenden Mobilitätskosten und gesundheitlicher Einschränkungen, an Bedeutung zu. Doch nicht nur für ältere Personen spielt eine nahe Versorgungmöglichkeit mit Artikeln des täglichen Bedarfs eine große Rolle. Ein gutes flächendeckendes Nahversorgungsnetz trägt maßgeblich auch zur Entwicklung und Attraktivität des Landkreises Schweinfurt und seiner Kommunen als Wohn- und Lebensort für alle Altersgruppen bei.

 

Wie ist die aktuelle Nahversorgungssituation in den Kommunen und Teilregionen und wie wird sich diese zukünftig in Zeiten des demographischen Wandels, sich aus der Fläche ziehenden Einzelhandels und eines veränderten Einkaufsverhaltens verändern?

 

Diesen Fragen soll mit der Untersuchung nachgegangen werden. Mittels Internetrecherche und Abfrage bei den kommunalen Allianzen und den Kommunen hat das Regionalmanagement die heutigen Nahversorgungsbetriebe von der Bäckerei bis zum Discounter, vom stationären bis mobilen Anbieter flächendeckend ermittelt. Dabei wurde der Blick auch über die Landkreisgrenzen hinaus gerichtet, um Verflechtungen mit den Nachbarregionen einzubeziehen. Ergänzend zur Bestandsaufnahme konnten auch die Bürgermeister ihr Stimmungsbild zur Nahversorgungssituation abgeben.

 

Für Anfang Mai ist nun ein Anbieterworkshop im Landratsamt vorgesehen. Den Projektverantwortlichen ist es wichtig, den praktischen und ortsspezifischen Blick der kleinen und großen Anbieter in die umfassende Betrachtung einfließen zu lassen.

 

Im Herbst 2017 wird die Arbeit am Strategiepapier abgeschlossen sein und die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert. Bis dahin gilt es noch einige Daten auszuwerten und insbesondere praktische Ansätze zur Sicherung und Stärkung der Nahversorgung zu entwickeln. Dass die Ideen und Maßnahmen nur dann greifen können, wenn insbesondere auch die Nachfrageseite mitspielt, d. h. der Verbraucher auch die wohnortnahen Angebote nutzt, ist den Projektverantwortlichen klar. Bewusstseinsschärfung ist deshalb eine weitere wichtige Aufgabe.

 

 

 

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