Gemeindewappen Üchtelhausen

Gemeinde

Üchtelhausen

Die Geschichte von Üchtelhausen

Die Gemeinde Üchtelhausen mit seinen neun Ortsteilen besteht in ihrer heutigen Form seit der bayerischen Gebietsreform vom Mai 1978. Damals wurden die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell mit Üchtelhausen vereinigt.

Das Wappen der Gemeinde Üchtelhausen stellt in anschaulicher Weise die Herrschaftsgeschichte des Ortes dar. In der vorderen oberen Schildhälfte steht das Wappen des Deutschen Ordens, der seit dem 14. Jahrhundert Grundrechte in Üchtelhausen innehatte. Bis 1542 gehörte Üchtelhausen den Grafen von Henneberg. Daran erinnert in der unteren Schildhälfte das gräfliche Wappen mit der für den Familiennamen redenden Henne auf grünem Dreiberg. (vgl. lrasw)

Prähistorische Funde

Prähistorische Siedlungsbewegungen lassen sich in der Hesselbacher Flur an einigen Stellen nachweisen. Mikrolithen aus der Mittelsteinzeit wurden gefunden. Diese Grabfunde aus der Bronzezeit deuten auf eine sesshafte Bevölkerung aus der Hallstattzeit, zwischen 700 - 450 v. Chr., hin.

Erste urkundliche Erwähnungen

Ebertshausen wird mit Zell und Hoppachshof in einer Urkunde Ludwig des Frommen erwähnt, die auf 823 datiert. Da die Urkunde als Fälschung oder verfälscht gilt, ist die Datierung mit Vorsicht zu genießen. Die Nennung eines "Otloeshusen" im Jahr 1194 von Kaiser Heinrich VI. kann Üchtelhausen nicht eindeutig zugewiesen werden.

Ein erster gesicherter Beleg datiert auf das Jahr 1180. In den Jahren 1854 bis 1858 wurden die Grundmauern der Kirche von Alt-Hoppachshof ausgegraben. Dicht bei der Kirche, wurden zwei Grabdenkmale gefunden. Diese waren mit einer männlichen Figur im Pilgerkleid und einer weiblichen Figur verziert, zwischen deren Häuptern die Jahreszahl 1180 zu lesen war.. Alt-Hoppachshof mag einst laut dem Gültverzeichnis von 1360 nicht unbedeutend gewesen sein. Insgesamt sind dort 17 gültpflichtige (steuerpflichtige) Nachbarn verzeichnet. Um 1509 wurde der Ort jedoch als Wüstung bezeichnet und war untergegangen.

1198 wurde Madenhausen das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Stephanskloster in Würzburg verlieh an Wolfger zu Homberg/Werrn zwei Teile der Zenten in den Dörfern Volkershausen und Madenhausen. Der dritte Teil erhielt der Priester von Maßbach.

Hesselbach wurde 1244 im Zusammenhang mit der Schenkung von Otto und Beatrix von Bodenlauben an das von ihnen 1231 gegründete Kloster Frauenroth das erste Mal urkundlich erwähnt.

Ein erster Nachweis von Ebertshausen findet sich 1289. Die Gebrüder Engelhard und Otto von Werne traten am 11. März 1289, um das Lehenverhältnis zu ihrem Lehensherren Konrad von Wildberg aufzulösen, insgesamt neun Mansen (Gut von je 30 Morgen) ab.

Im Jahr 1313 wurde in den „Gült- und Zinsbüchern des Deutschordenshauses“ erstmals eindeutig der Name "Uchtelhusen/Uchtildeshusen" verwendet. In Münnerstadt bestand schon 1275 eine Ordensprovinz, mit der Komturei Schweinfurt. Diese wurde 1282 erstmals, in dieser Verbindung, urkundlich erwähnt. Dabei bestanden Güter in den Orten Hesselbach, Hoppach, Jeusing, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell. Die Ortschaft Ottenhausen war 1313 ebenfalls im Besitz des Deutschordenshauses zu Schweinfurt. Die Gült- und Zinsbücher beweisen auch, dass schon 1313 eine Kirche in Zell vorhanden war.

Die Henneberger Zeit

Die Vogtei über die ganzen Gegend stand damals den Grafen von Henneberg-Schleusingen zu und war mit dem Schloss Mainberg verknüpft. Drei Lehengüter unterstanden 1317 den Grafen. 1340 wurde Wilhelm von Maßbach Hennebergischer Lehensmann, der ein Schloss in Madenhausen errichtete.

Im Jahr 1386 kam es zu einem Städtekrieg zwischen Würzburg und Schweinfurt. Nach dem Sieg der Stadt Schweinfurt riss der Rat der Stadt die St. Kilianskirche bei Schweinfurt sowie die St. Bartholomäus Kirche in Weipoltshausen ab. Weipoltshausen gehörte bis dahin noch nicht zur Stadt Schweinfurt.

Für die Stadt Schweinfurt wurde das Deutschhaus auf der Peterstirn ein gefährlicher Nachbar. Durch den ungewollten Bau eines burgartigen Gebäudes, durch den deutschen Ritterordens, kam es zu Streitereien. Im Jahre 1437 erwarb die Reichsstadt Schweinfurt alle Besitztümer des Deutschen Ordens mit den Dörfern: Hoppach, Ottenhausen, Ebertshausen, Üchtelhausen, Zell und Weipoltshausen. Mit dem Kauf der Region begann eine unruhige Zeit. Über Jahrzehnte erstreckte sich bis ins 16. Jh. ein fortdauernder Streit zwischen der Stadt Schweinfurt, dem Hochstift Würzburg, den Gebrüdern von Maßbach sowie dem Deutschordens Commende Münnerstadt.

1469 kaufte Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen „Haselbach“ zurück. Die Kirche von Hesselbach wurde am 1. August 1465 urkundlich erwähnt. 1357 wurde Hesselbach bereits als Filialort von Marktsteinach genannt.

Im Jahr 1472 lehnten sich die Bürger aus Ottenhausen gegen die Stadt Schweinfurt auf und brannten einen Teil des Waldes nieder. Die Brandstifter wurden gefangen genommen und abgeführt. Hans Koning verkaufte 1489 Zweidrittel seiner Lehen in der Ortschaft. Auch Georg Seyfried zu Hausen übergab für 32 Gulden, die Hälfte seines geerbten Lehens zu Ottenhausen.

Den ersten Hinweis auf eine bestehende Kirche im Ort Üchtelhausen gibt 1490 die Erwähnung eines „Heiligengarten“ oder „Heiligenwiese“. 1520 wird das erste Mal von der Kirche in Üchtelhausen berichtet. Sie gehörte als Filiale der Pfarrei Schweinfurt an, was bis 1587/88 so blieb.

Den Wildbann, die Vogelweide, die Schäferei und ein Gut mit Wiese und Wald bei Ottenhausen gehörten 1504 dem Grafen Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen. Sein Sohn Wolfgang II von Henneberg forderte die Stadt Schweinfurt im Jahr 1535 dazu auf, die Schäferei in Ottenhausen abzuschaffen.

Üchtelhausen untersteht dem Bischof von Würzburg

Das Amt Mainberg kam 1542 an das Hochstift Würzburg.

1547 gaben die Bürger von Weipoltshausen einen Hof und etliche Acker dem Spital zum „Heyligen Geist“. Die erste Gerichts- und Dorfordnung von 1558 für Zell gestand der Stadt Schweinfurt die Hoheit zu. Alle Verstöße wurden mit Geldbußen und Strafen belegt.

Im Jahr 1565 verkaufte die Stadt Schweinfurt mit dem Einvernehmen des Kurfürsten von der Pfalz Friedrich III., der Fromme, alle Zinsen und Gülten in Üchtelhausen und den anderen Ortschaften, wohl ohne Zell und Weipoltshausen, an das Hochstift Würzburg. Das an der Kirche von Weipoltshausen, verzeichnete Jahr 1584 und das Stadtwappen weisen auf umfangreichen Baumaßnahmen der Stadt Schweinfurt in Weipoltshausen hin.

1578/1579 ließ der Komtur (Leiter) des Deutschordens zu Münnerstadt, „Hoppach“ als Hoppachshof wieder aufleben. Unter einer Kapitalschuld von 1300 Gulden stand er für die Errichtung von Gebäuden ein. Der vorhandene See wurde zu einem Fischweiher ausgebaut. 1593 musste der Deutschorden Hoppachshof, mit allen Rechten und Gerechtigkeit, für 18.000 Gulden an den Bischof Julius Echter von Würzburg verkaufen.

Nach1587/88 wurde Üchtelhausen Teil der Pfarrei Schonungen. 1593 wurde der Kirchturm gebaut und die Kirche renoviert. Laut einer Notiz von 1605 ist zu vermuten, dass die Ortschaft bis 1596 nur über eine Holzkirche verfügte.

In Hesselbach wurde unter Julius Echter 1608 der Schafhof an die Familie Winterstein geliehen. Auf das Jahr 1613 datiert die nachgotische Chorturmkirche „St. Margaretha“ in Ebertshausen.

Ritter Veit Ulrich verkaufte das Schloss und die Ortschaft Madenhausen 1620 an die Reichsstadt Schweinfurt. Die Gerichts- und Dorfordnung von Zell wurde 1620 neu aufgelegt, sie umfasste nun auch Madenhausen. Die Dörfer Madenhausen, Weipoltshausen und Zell unterstanden danach dem Stadtstaat und waren somit als Landsassen aufgestellt. Dabei hatten sie kein aktives Wahlrecht und mussten die festgelegten Termine der Gerichtsorte einhalten.

1623 streifte das Truckseßische Regiment durch Madenhausen, nachdem bereits die "Kaiserlichen Schaumburgischen" durchgezogen waren. 1626 begehrte Oberst Franz Albrecht zu Sachsen mit seiner Kompanie Fußvolk Quartier in Oberndorf und Madenhausen. Die Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1631 verbachten die Schweden, unter Gustav Adolph, in Madenhausen und verlangten folgend die Übergabe der Stadt Schweinfurt. Am 10. Oktober 1631 ergab sich die Würzburger Festung Königshofen den Schweden und Bischof Franz von Hatzfeld floh. Während der Besetzung 1631 verwüsteten die Schweden die Ortschaft Hoppachshof und die Pächter aus der Gegend flüchteten. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren in allen Ortschaften zu bemerken.

Die Einschnitte waren wohl in Zell und Weipoltshausen weniger dramatisch. Schon 1651 verkaufte das Hospital in Schweinfurt ein Gut in Weipoltshausen an Peter Weber. Dafür erhielt das Spital ein halbes Michaels-Huhn und eine Menge Haber. Des Weiteren bekam das Spital von elf Bürgern 169 Acker, vor allem in Hoppach, Lehen. 1660 wurde ein beständiger Erb- und Bestandsvertrag zwischen der Stadt und dem Stift abgeschlossen. Darin wurde beschrieben, dass der Stift seinen Zent, auf der Markung Schweinfurt und Weipoltshausen, der Stadt für ein jährliches Bestandsgeld von 1400 Gulden überließ.

Erst 1670 vererbte der Bischof Philipp von Schönborn die Höfe von Hoppachshof an Georg Ankenbauern von Ebertshausen, Jobst Nüchtern von Marktsteinach, Hans Flüglein und Jakob Schöller von Ballingshausen. Sie hatten die Pflicht vier Wohnhäuser zu bauen, anhand eines Darlehens von 100 Reichstalern. Den Ottenhäuser Hof mit Wohnhaus, der bis dato leer und wüst stand, konnte er 1670 den an die Gemeinde Hesselbach verkaufen. Dieser Verkauf ließ Ottenhausen wieder aufblühen.

1683 wurde die Ortschaft Üchtelhausen nach Hausen eingepfarrt. 1693 wurden die „Frohngerechtsamen“ festgelegt. Mit 14 Morgen hatte Üchtelhausen einen hohen Arbeitsaufwand und wollte eine großflächige Bebauung sowie die Abnahme von einigen Morgen durch die Ortschaft Schonungen und dem Forst.

Die Dorfneuordnung für Zell, Weipoltshausen und Madenhausen wurde 1711 - 1747 fortgeschrieben. Im Jahr 1724 erhielt die Kirche von Zell einen neuen Altar. Jedoch hatte dieser keinen Bestand, da er von Würmern befallen war. 1736 wurde die Sanierung der Kirche in Madenhausen abgeschlossen. Die Baulast dieser Umgestaltung lag bei dem Magistrat der Reichsstadt Schweinfurt. Ab 1745 veränderte sich auch die Kirche von Üchtelhausen in ihrer Ausgestaltung. Die Gemeinde nahm Kapital auf, um einen neuen Kirchenbau durchzuführen.

Unter Bischof Franz Ludwig von Erthal ging die Schäferei in Hesselbach endgültig an die Gemeinde Hesselbach. Auch die folgenden Kriegsjahre gingen insbesondere an Hesselbach nicht spurlos vorbei. Die Hesselbacher Bürger, unter dem Befehl von Bischof Franz Ludwig von Erthal, gegen die Franzosen, Preußen, Kroaten, Russen und Polen. Die Kriege nahmen den Bewohner die Vorräte und finanzielle Mittel, so dass sich Armenhäuser anhäuften.

Üchtelhausen wird Bayerisch

Problematisch vollzog sich die Neuordnung vor allem in den bisher reichsstädtischen Ortschaften.

Nachdem Schweinfurt nicht mehr für die Ortschaft Zell zuständig war, fiel das Recht an das „Königlich Baierische Protestantische Consistoriums Baireuths“. Das Magistrat Schweinfurt bestätigte, nach langer Streiterei in Bezug auf die kirchliche Trennung der Ortschaften Zell und Weipoltshausen, dass sie eine kombinierte Pfarrei bilden, ohne dass Weipoltshausen als eine Filiale von Zell anzusehen ist.

Als Weipoltshausen 1802/03 die Selbstständigkeit erlangte, war die Kirche fast zu einer Ruine verkommen. Nach einer Prüfung zweier Werkmeister berechnete sich die Sanierung auf 1100 Gulden. Diese Veranschlagung war der Gemeinde jedoch zu teuer und man versuchte die Stiftungsadministration, das städtische Spital und den Verwaltungsrat in Schweinfurt, um Hilfe zu bitten. Diese verweigerte die Hilfe jedoch, da sie auf dieser Gemarkung nicht zuständig seien. Dennoch konnte man herausfinden, dass der reichsstädtische Verwaltungsrat diese Kirche erweiterte und „plättern“ ließ sowie das Tafelwerk zum Altar auf Kosten des städtischen Spital hergerichtet wurde. Dies war Beweis genug, dass die gesamten Kosten in deren Zuständigkeit fielen. Trotz dieses Nachweises gründete man 1817 ein Kirchenbaufonds. Dabei verkaufte die Gemeinde ihre Gemeindefelder, dieses Geld, den Wert des Holzertrags und den Ertrag der Kirchenstiftung gab die Gemeinde zu den Baumaßnahmen dazu.

Madenhausen war bislang zwar reichsstädtisch, gehörte aber zur Sachsen-Eisenachischen Pfarrei in Maßbach. 1810 wurde auch in Madenhausen bemerkt, dass die Kirche wegen des sumpfigen Untergrunds einen neuen Standort benötigt. Der Streit über die Baulast mit dem Magistrat der Stadt Schweinfurt dauerte von 1820 bis 1854. Ab 1834 konnte die alte Kirche nicht mehr benutzt werden. Das Dach der Kirche war eingestürzt und die Polizei musste die Kirche schließen. Durch die hohe Veranschlagung von 5260 Gulden für einen Neubau der Kirche versuchte die Gemeinde eine Kollekte durchzuführen. Jedoch war Madenhausen zu der Zeit keine eigenständige Pfarrei und durfte die Kollekte nicht in Anspruch nehmen. 1839 „...geruhte Seine Majestät für die ruinöse Kirche in Madenhausen und sämtlichen protestantischen Kirchen diesseits und jenseits des Rheins (Pfalz) allergnädigst eine Sammlung zu bewilligen„. Im darauffolgenden Jahr begann die Kollekte und sammelte 3562 Gulden ein. Jedoch war die Planung ohne einen Altar, Kirchenstühle, eine Orgel oder eine Uhr veranschlagt und benötigte eine zweite Kollekte, welche jedoch vom Stadtmagistrat abgelehnt wurde. Die Gemeinde nahm 800 Gulden auf und der Bau der Kirche konnte durchgeführt werden. 1852 sollte die Einweihung durchgeführt werden, jedoch entstanden Löcher im Dach. Erst 1853 wurde die Kirche durch Kaspar Büschelberger aus Oberlauringen fertiggestellt.

Ab 1840 entschied das Hospitalamt Schweinfurt, dass für jedes erkaufte und ererbte Grundstück in Weipoltshausen Steuern zu bezahlen sind. Jedoch hatte das Hospitalamt keinerlei Zentrechte in Weipoltshausen. Nachdem der Rat der Stadt Schweinfurt und der Komtur des Deutschordenshauses Münnerstadt bemerkt hatten, dass gerodet und gebaut wurde, besetzte man das Landstück bei Jeusing und Wüstenbronn mit Grenzsteinen.

Mitte des 19. Jahrhundert wurde die Straße von Zell Richtung Schweinfurt gebaut, die stellte 1867 auch eine Verbindung nach Madenhausen her. 1869 wurde beschlossen den Fuhrweg Richtung Weipoltshausen fahrbar zu gestalten. Die Straße wurde von einem Meter auf zwei Meter ausgebaut und sogar als Distriktstraße gekennzeichnet.

Im Jahr 1860 wurde der Kirchenneubau in Hesselbach errichtet. Die alte Kirche galt als zu klein, zu eng und von seiner Lage unvorteilhaft. Aufgrund der Sumpflage wurde das Fundament der neuen Kirche mit genauso vielen Steinen, wie zum Bau der Kirche gebraucht wurden, abgesichert.

1905 stiftete Georg Schleyer, der am Deutsch-Französischen Krieg (1870/1887) Krieg teilnahm, eine Kirche für Hoppachshof. Die Einwohner von Hoppachshof wirken an der Errichtung des Bauwerkes, durch ansehnliche Zustiftungen, mit. Die kleine Kirche wurde in der charakteristischen Weise der neubarocken Bauform errichtet.

1913 wurde dem Antrag von Valentin Heppt zur ganzjährigen Öffnung seiner Wirtschaft in Ottenhausen statt gegeben.

Bis 1925 vervierfachte sich die Bevölkerung in der Ortschaft Üchtelhausen, so dass sich die Dinglichkeit der Vergrößerung der Kirche auch hier immer weiter erhöhte. Nach den Plänen von Fritz Fuchsberger, der diesbezüglichen Kapitalaufnahme sowie der Durchführung des Baus, wurde die Kirche 1925 eingeweiht.

Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die U. S. Army Garrison Schweinfurt am Brönnhof einen Standortübungsplatz, den sie 1954 mit der rund 10 km langen Heeresstraße mit ihren Standorten im Westen Schweinfurter anknüpfte. Er war mit 26 km² der drittgrößte Übungsplatz der US-Army in Europa.

Die Kapelle in Ottenhausen wurde in den Jahren 1953/54 von der ortsansässigen Bevölkerung und der Kirchengemeinde Hesselbach im Andenken an die im Krieg gefallenen Soldaten in Eigenleistung errichtet.

Die Kirchengemeinde von Madenhausen kam 1972 als selbstständige Kirchengemeinde zur Pfarrei Zell. 1986 wurde die Kirche von Üchtelhausen erweitert, da die Bevölkerungszahlen immer weiter zunahmen.

Die Entwicklung in der gesamten Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom landwirtschaftlichen Strukturwandel geprägt: Die Höfe im Altdorf wurden zunehmend nur noch als Nebenerwerb betrieben oder überhaupt nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Beschäftigung fanden die Menschen in Schweinfurt, vor allem in der dortigen Industrie.

Nach dem US-Truppenabzuges aus Schweinfurt im Jahre 2014 wurde der Brönnhof zum Nationalen Naturerbe.