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300 Schoppen Blut gespendet

27.01.2017

300 Schoppen Blut gespendet

BRK Kreisverband und Gemeinde ehrten ihre treuesten Blutspender

 

ÜCHTELHAUSEN „Bürgermeisterin Birgit Göbhardt war stolz auf ihre Bürger, eine stattliche Truppe konnte für ihren langjährigen Dienst als Blutspender ausgezeichnet werden. Acht Bürger spendeten bereits 100-mal, weitere vier 125-mal und einer sogar schon 150-mal. Der Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes in Schweinfurt, Thomas Lindörfer, rechnete dies gleich in ein fränkisches Maß um: „150-mal einen halben Liter Blut spenden, das sind praktisch 300 Schoppen.“

Göbhardt hob hervor, dass die Blutspender ihren Dienst ohne Gegenleistung tun. In einer immer egozentrischer werdenden Gesellschaft sei dies schon etwas Besonderes, lobte sie. Die Bürgermeisterin hofft, dass sich noch viele, vor allem junge Bürger vom Beispiel der langjährigen Blutspender anstecken lassen, und wünschte diesen: „Bleiben Sie weiterhin mopsfidel und pumperlgsund.“

Nicht nur die Bürgermeisterin, sondern auch der Kreisvorsitzende des BRK, Hartmut Bräuer, dankte neben den Spendern auch den beiden Mitarbeiterinnen Brigitte Schuler und Maritta Heppt, die die Blutspendetermine vor Ort ehrenamtlich organisieren. So viele langjährige Blutspender in einer von der Einwohnerzahl her überschaubaren Gemeinde, das sei schon etwas Besonderes, meinte Bräuer. Zu den vier Terminen des letzten Jahres seien insgesamt 400 Personen gekommen, von denen 383 spenden konnten.

Der Blutspenderdienst des Roten Kreuzes in Wiesentheit sei inzwischen an die Grenze des Machbaren gekommen, so dass man vermutlich nicht mehr in allen Gemeinden Blutspendetermine anbieten könne, bedauerte Bräuer. Aber die von dort gesetzte Grenze von 80 Spendern pro Termin erfülle die Großgemeinde Üchtelhausen leicht. Bayernweit gebe es 4.500 Blutspendetermine des Roten Kreuzes, bei denen 15.000 Ehrenamtliche im Einsatz seien. Bräuer räumte auch gleich mit einer weitverbreiteten Fehleinschätzung auf. Nur zwölf Prozent der Empfänger von Blutkonserven seien Unfallopfer. Den größten Teil der Konserven, nämlich 70 Prozent bräuchten Patienten, die an Krankheiten leiden.

Lindörfer hatte dafür gleich ein Beispiel. Ein junger Mann, der nach einem Unfall ein Jahr im Koma lag und insgesamt drei Jahre brauchte, um wieder ins Leben zurückzufinden, habe in dieser Zeit allein 800 Blutkonserven gebraucht, erzählte er.

Der Kreisverband Schweinfurt sei mit seinen etwa 12.000 Blutkonserven im Jahr einer der führenden Kreisverbände Bayerns, betonte Bräuer. Bei einem täglichen Bedarf von 2.000 Blutkonserven in Bayern sei dies dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, meinte Bräuer und bat die Anwesenden, auch neue Spender anzuwerben.

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin führte er dann die Ehrung der Blutspender durch. 50-mal gespendet haben: Klaus Niessner, Dieter Weimann, Thorsten Horn, Sven Feser, Markus Schleyer und Fredi Ebert.

75-mal gespendet haben: Doris Strab-Schmidt, Georg Pfister, Albin Memmel und Peter Günther.

Für 100 Blutspenden wurden ausgezeichnet: Mariette Schad, Ruth Popp, Karl-Heinz Meissner, Herbert Wehner, Winfried Hümpfner, Reinhold Scheuring, Waldemar Trzoss und  Lothar Wahler.

125-mal Blut gespendet haben: Werner Lorenz, Jürgen Müller, Andreas Graser und Jakobus Graser. Werner Wenk kommt inzwischen auf die stattliche Anzahl von 150 Blutspenden.

Albin Memmel und Peter Günther verlieh die Bürgermeisterin im Zug der Blutspenderehrung auch noch die silberne Ehrennadel der Gemeinde, weil beide bei den Jahresehrungen verhindert waren.

 

 

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